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Steffisburg

Unsere Modellbahnanlage haben wir ursprünglich “Heidter Miniaturwelt” genannt. Ihr fragt warum ausgerechnet so? Wir wohnen im Bezirk Heidt in Wuppertal-Heckinghausen.

Die ganze Entstehung unserer Anlage könnt ihr hier verfolgen. Der Artikel wird ständig aktualisiert (immer wenn es etwas Neues gibt). Viel Spaß beim Lesen.

Lest auch über die Technik und unsere Traincam in den Unterpunkten.

Seit dem Zeitpunkt als meine Frau Stefanie und ich (Uwe) uns kennengelernt haben, stellten wir viele Gemeinsamkeiten fest, so auch die Leidenschaft zur Modelleisenbahn. Wir hatten beide Platten mit unfertigen Anlagen. Ich bin dann später bei Stefanie mit Sack und Pack eingezogen. Einige Zeit später beschlossen wir dann, alles abzubauen und neu anzufangen. Anfangs hatte unsere Miniaturwelt noch keinen Namen. Später fand Stefanie eine Burgruine, die auf einem Berg beherbergt werden sollte und Ausblick auf die Stadt gewährt. Das war der Zeitpunkt, an dem wir aus “Steffi’s Burg” den Ortsnamen “Steffisburg” abgeleitet haben. Inzwischen haben wir erfahren, daß es einen gleichnamigen Ort gibt.

Steffisburg ist eine Gemeinde im Kreis Thun in der Region Oberland des Kantons Bern in der Schweiz. Steffisburg liegt in einer Höhe von ca. 585 m ü.M. und het eine Fläche von 13,35 km². Die Einwohnerzahl ist auf über 15.000 gestiegen. Der Standort der auf dem Wappen abgebildeten Burg ist heute unklar. Obwohl mit dem Bahnhof „Steffisburg Station“ und der Haltestelle „Schwäbis“ die Gemeinde auch von der Eisenbahn erschlossen ist, wird diese eher weniger benutzt, da sie etwas ausserhalb der eigentlichen Zentren durchführt.


Karte: © Google Maps, Infos: Wikipedia, offizielle Seite: Steffisburg

Die Entstehung von Steffisburg

Im März 2007 sind meine Lebensgefährtin und ich zusammen gezogen. Beide waren bereits mit dem Modelleisenbahn-Virus infiziert und hatten einen Bestand an Loks, Waggons, Schienen etc. Wir überlegten dann, diese beiden (unfertigen) Anlagen der Spur N zusammen zu legen. Im Urlaub entschieden wir dann, alles abzubauen und gemeinsam neu zu gestalten. Auf Bildern in der Fotogalerie könnt ihr sehen wie es bis dahin aussah.

Die Anlage wird im geplanten Endstadium die Form eines L mit einer jeweiligen Schenkellänge von ca. 3 Metern haben. Der Bahnbetrieb wird sich dann in 3 Ebenen abspielen: Der “normalen” Ebene, einer über Berge und Brücken und der des Schattenbahnhofs. Anhand der Skizzen könnt ihr es euch wahrscheinlich besser vorstellen. Der grüne Bereich ist die Ausdehnung im Altbestand, um den gelben Bereich soll es wachsen.

Dabei soll neben der obligatorischen Stadt mit Bahnhof folgendes Platz finden: eine Zahnradbahn, eine Seilbahn, eine Straßenbahn, eine Kirmes, ein Bahnbetriebswerk mit Drehscheibe und Ringlokschuppen und ein Güterbahnhof mit Rangierbereich. Auch eine Burgruine und ein Wasserschloss wird es dann geben. Am See wird es einen Campingplatz geben.

Die ganze Anlage soll analog betrieben werden, also mit alter Technik. Mittels Blockstreckenmodulen sollen Auffahrunfälle verhindert werden. Das Stellpult wird dementsprechend umfangreich.

Auf unserer Anlage wird hauptsächlich Gleismaterial von Minitrix (zum Teil aus meiner alten Anlage) verwendet, im Schattenbahnhof werden wir Steffis Gleismaterial von Arnold (aus ihrer alten Anlage) verwenden. Die Spurgröße ist N (1:160).

Nach ersten Gleisplan-Entwürfen haben wir uns an den Neubau gemacht. Der Unterbau ist ein Lattengerüst, darauf haben wir Platten geschraubt bzw. genagelt. Nun konnte es mit der Übertragung des Gleisplans losgehen, wie ihr auf den Bildern des Rohbaus sehen könnt.

Einige Gebäude waren bereits fertig, andere haben wir zusammengebaut um eine Testaufstellung für unsere Stadt zu machen.

Dann konnte es mit der Gestaltung des ersten Berges losgehen. Darin werden zwei Gleiswendeln verbaut, eine rauf auf eine Trasse, die auf der Anlagenrückseite entlang der Wand verläuft, die andere folgt später runter zum Schattenbahnhof. Die grobe Struktur des Berges haben wir mit dicken Leisten vorgegeben, dazwischen haben wir dann dünnere Leisten verbaut. Auf diesem Unterbau haben wir mittels Heftzwecken feines Metallgeflecht ähnlich Fliegengitter befestigt. Darauf wurden dann in Gips getränkte Binden gelegt. Eine Färbung des Gipses mit Abtönfarben (je nach Untergrund) ist dabei ratsam, so fallen spätere Schäden nicht auf, da nicht gleich weiße Stellen entstehen.

Ein paar Details haben wir aber auch schon für euch: ein Bahnhof (größer als geplant, da 6- statt 4-gleisig) und ein Berggasthof.

Der erste Berg ist auf der Rückseite offen, auf der rechten Seite wird er verschlossen mit Sperrholz, ist aber zu öffnen falls Unfälle etc. im Berg geschehen. Die Sperrholzplatte wird mit Magnetschnappern fixiert.

Der Trassenbau auf der Rückseite, sowohl auf einer Anhöhe als auch “ebenerdig”, ist fortgeschritten. Auf den Bildern seht ihr mich beim Bau der Trassen.

Die ersten Arbeiten am zweiten Berg standen schon an. Hier mußte ich Oberleitungsmasten abflexen, da sich im Berg verschieden Strecken auf unterschiedlichen Höhen kreuzen und die Masten etwas zu hoch waren.


Historie

20. Juni 2010

Bevor ich die neuen Bilder von der Landschaftgestaltung reinsetze, bekommt ihr ein paar unserer neuesten Fahrzeuge zu sehen. Die Zahnradbahn hat weitere Waggons bekommen, es ist eine Straßenbahn dazugekommen (jetzt sind es zwei) und zwei Rangierloks für den Güterbereich. Ein Blick in die Vitrine zeigt eine TEE und einen ICE. Für die Straßen haben wir auch schon diverse Fahrzeuge.

21. Juni 2010

Über der Anlage (unter dem Regalbrett) haben wir eine Leuchtstofflampe angebracht um sie Bau- und späteren Wartungszwecken gut ausleuchten zu können. Unter der Anlage haben wir einen Lichtschlauch (den wir über hatten) befestigt, so haben wir ausreichend Licht zum Verkabeln und können später den Schattenbahnhof damit ausleuchten.

Da habe ich doch etwas vergessen… zwischenzeitlich habe ich eine “TrainCam” gebaut. Es handelt sich dabei um eine Funk-Kamera, die Bilder vom fahrenden Zug überträgt. Nach anfänglichen elektrischen Problemen ging es dann darum, daß die Kamera bzw. der Kamerawagen nicht umfallen bzw. aus den Schienen springen. Aber schaut euch selbst das Video an. Die Kamera zeigt auf ihrem Rundkurs einen Teil der Anlage.

27. Juli 2010

Sommerpause? Bei und sind die Pausen und Arbeiten ganz sporadisch. So haben wir in den letzten Tagen nach Zubehör im Netz geschaut und ersteigert. Aber vorher ist tatsächlich wochenlang nichts passiert. Es ist halt “nur” ein Hobby und es gibt viele wichtigere Sachen im Leben. Aber bald wird wieder was passieren.

14. August 2010

Gerade haben wir mit dem Grundgerüst für den weiteren Ausbau begonnen. Ein Screenshot der Webcam zeigt euch den Anfang. Weitere Anbau-Fotos werden folgen. In diesem Bereich werden ein See, ein Bahnbetriebswerk (inkl. Drehscheibe), Güterabfertigung etc. entstehen.

16. August 2010

Nachdem wir gestern den Probeaufbau beendet haben steht (bis auf minimale Änderungen) alles fest. Jetzt geht’s an die Planung der Elektrik und danach an das endgültige Verlegen der Schienen (inkl. Bau von Steigungsstrecken und Ausschnitten für Drehscheibe, Untersuchungsgruben etc.).

Im ersten Bereich muß an der teilfertiggestellten Elektrik noch einiges geändert werden, da Blockstrecken-Technik zum Einsatz kommen soll.

21. August 2010

Im zweiten Teil tut sich was. Gleise wurden (fest) verlegt, Gebäude aufgestellt und befestigt, und teilweise wurden auch schon Straßen gebaut.

22. August 2010

Die Landschaftsgestaltung hat in einer Ecke begonnen. So wollen wir hier auch ein paar Tricks verraten. Bevor Wiese “gesät” wird, streichen wir die Flächen mit grüner Abtönfarbe. Zum Aufbringen des Wiesenstreu wird der Leim ebenso mit grüner Abtönfarbe vermischt. Damit wird verhindert, daß Untergrund bei ungleichmäßiger Streuung oder Schäden “häßlich” durchscheint. Zum Aufbringen des Streumaterials benutzen wir den Grasmaster von Noch, er ist zwar teuer, aber eine geniale Erfindung, denn die Grasfasern liegen dann nicht platt auf dem Boden sondern stehen schön aufrecht, das sieht wesentlich natürlicher aus. Auch Bäume haben wir schon gepflanzt und ein paar Details untergebracht. Schaut es euch selbst auf der Webcam und den Fotos an.

28. August 2010

Es geht voran… Schritt für Schritt. Heute haben wir uns das Gelände hinter dem Güterschuppen, rund um den Bahnübergang und hinter den Ringlokschuppen vorgenommen. Wer die Webcam 2 an und auch Glück gehabt hat, konnte mich beobachten. Wir haben aber auch wieder Fotos gemacht.

9. September 2010

In der “Heidter Miniaturwelt” ist ein Teil der Gleise verlegt, ein Teil der Landschaft ist im Groben fertig. Die Verkabelung dort birgt nichts besonderes (Hausbeleuchtung, Fahrstrom im Rangierbereich, …). Nun geht’s an die Strecken, bei denen ein Blocksystem Verwendung finden wird. Dafür besorge ich gerade Material (Reedkontakte, Neodym-Magnete, bistabile Relais, …). Die Schaltpläne mußten zuvor erstellt werden. Dabei ist die Straßenbahn eine Besonderheit, sie besteht aus einer eingleisigen Strecke mit zwei Kehrschleifen, worauf zwei Bahnen verkehren werden. In Analogtechnik ist das schon eine Herausforderung. Bei der Bergbahn wird eine Pendelzugsteuerung eingesetzt.

3. März 2012

Nachdem die Gleisarbeiter, Hoch- und Tiefbauer, Landschaftsgestalter und Elektriker längere Zeit in der Heidter Miniaturwelt gestreikt haben, konnten wie sie nun wieder zur Arbeit animieren. Aufgrund von Baumängeln bei der Bergbahntraße und Zuwachs im Bergbahnfuhrpark haben bereits größere Erdbewegungen und Veränderungen begonnen. Fotos dazu werden in Kürze vorliegen.

10. März 2012

Unsere Modellbahnstadt hat endlich einen Namen. Sie heißt Steffisburg und liegt im Kreis Traumstadt (Kennzeichen TS). Wie der Name vermuten läßt gibt es dort eine Burg, oder besser gesagt eine Burgruine, auf dem naheliegenden Berg. Dorthin fährt eine Zahnradbahn vom Bahnhof aus. Steffisburg ist eine Kleinstadt, die aber durchaus eine Reise wert ist. Das Hauptverkehrsmittel von Steffisburg ist eine Strassenbahn (Linie 1). Sie führt vom Bahnhof zum Dom (Markt), dann vorbei an Porta Merlin, hinüber zum Mondsee mit einem Wasserschloß, dann zum Freizeitpark Finsterwalde und von dort wieder zurück zum Bahnhof. Weitere Details und Fotos werden folgen.

23. März 2012

In Steffisburg tut sich was. Die Bahnsteige sind in den Bereichen fertiggestellt, wo man später nicht mehr dran kommt, die Beleuchtung dafür ist fertig. Die Burgruine wird nachts angestrahlt. Ein Fußgängertunnel mit Beleuchtung wurde gebaut. Am Berg wurden einige Bereiche weiter gestaltet.

24. März 2012

Als Ausgangspunkt für weiter Streckenarbeiten der Eisen- und Strassenbahn habe ich einen Abzweig gebaut und Oberleitung dafür installiert.

1. April 2012

Vor ein paar Tagen kam eine Mail an, durch die wir auf den Blog der Messe INTERMODELLBAU in Dortmund aufmerksam wurden. Dort ist eine Blogparade mit dem Thema “Wir suchen: Dein Projekt!” geplant, bei dem wir uns jetzt beteiligen werden.

25. September 2013

Leider ruhen die Arbeiten seit längerer Zeit. Beinahe wäre unsere Anlage Opfer eines Wasserschadens geworden. Bei einem Unwetter vor ein paar Tagen war durch ein einen Spalt breit aufstehendes Fenster sehr viel Wasser auf die Anlage gelangt. Es beschränkt sich auf einen noch nicht fertigen Teil und wurde von uns zum Glück schnell bemerkt und das Wasser beseitigt.

Mitte Oktober 2013

Noteinlieferung ins Krankenhaus mit mehr als einwöchigem Aufenthalt und seit der Zeit keine Arbeiten an der Modellbahn-Anlage.

30. Januar 2014

Mitte Februar werden die Narben voraussichtlich verheilt und ich wieder voll beweglich sein.

September 2014

Ein Umzug steht an, die Vorbereitungen lassen keine Zeit für die Modellbahn. Alles muß transportfähig gemacht werden

23. Oktober 2014

Tag des Umzugs und somit Tag der Wahrheit … eine der beiden Platten paßt wider Erwarten nicht durch das Treppenhaus und muß – in 2 Teile – zersägt werden. Da schmerzt das Modellbahner-Herz, denn ohne Schäden geht es nicht.

25./26. Juli 2015

Den Unterbau haben wir mit weniger aber dafür kräftigeren Fußen und im ganzen stabiler aufgebaut. Bald können die Reparaturarbeiten für die Platten, das Gelände und die Gleise beginnen.

1./2. August 2015

Vor dem Beginn weiterer Arbeiten müssen noch Stromversorgung und Signalleitungen für weitere Kameras verlegt werden. Das Material ist bestellt.

6. Januar 2017

Es ist lange nichts passiert, weil es nach unserem Umzug andere Prioritäten gesetzt haben. In den letzten Tagen hat sich aber etwas getan. Die Anlage hat einen Anschluß an die Werkbank bekommen inkl. Teststrecke und Rollenprüfstand.


Fortsetzung folgt …

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